Archiv f├╝r Kategorie ‘Tier und Umwelt’

Der weiseste Mensch der Welt

…ist vermutlich Luiz Antonio.

Und er weilt gerade einmal ein paar Jahre unter uns.
Von diesem Menschen kann sich noch so manch einer eine Scheibe abschneiden. So lange es seine eigene ist. ­čśë┬áToll!

Luiz Antonio doesn’t want to eat animals

Vorw├╝rfe gegen PETA

Bereits seit l├Ąngerer Zeit kursieren diverse Vorw├╝rfe gegen PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) auf Websites, in Foren, Blogs und seit neuestem auch auf Twitter. Sie betreffen das Handeln der Mitglieder von PETA, den Einsatz der Finanzmittel, das Vorgehen von Tierrettungsaktionen sowie die Mitglieder von PETA selbst und beschuldigen sie als M├Ârder (http://petakillsanimals.com/).

Einige der neuesten Vorw├╝rfe wurden als Grafik zusammengestellt und findet man hier: http://www.onlineschools.org/blog/peta/

Doch betrachtet man den Verfasser dieses Artikels, wird ziemlich schnell klar, wer und was in Wirklichkeit dahinter steckt. Es ist niemand anderes als das Center for Consumer Freedom (CCF), finanziert und organisiert von dem Zigarettenkonzern Philip Morris, Kentucky Fried Chicken, Outback Steakhouse und weiteren Firmen, gegen die PETA Jahr f├╝r Jahr vorgeht. Sie bef├╝rchten, dass PETA zu viel Einfluss auf die Industrie und die Konsumenten nimmt und somit die Industrie zu hohen Tierschutzma├čnahmen bewegt, womit der Profit ernsthaft gef├Ąhrdet w├╝rde. Vorsitzender und Gr├╝nder des CCF ist Richard Berman, Lobbyist und Inhaber der Berman & Co, bekannt durch Gegenaktionen gegen die Initiative zur Senkung der Blutalkoholkonzentration im Stra├čenverkehr in den USA (BAC) organisiert von den Mothers Against Drunk Driving, sowie der versuchten Unterdr├╝ckung der Aufkl├Ąrung des amerikanischen Volkes ├╝ber vergiftetes und mit Salmonellen belastetes Fleisch im Handel durch Sch├Ânredens gegen├╝ber des Center for Disease Control and Prevention (CDC). Nicht zuletzt wird er von den gro├čen Tabakkonzernen, Spirituosenherstellern und der Fleischindustrie in den USA bezahlt, um dessen Ruf zu verteidigen.
Interessant wird hier der Schriftverkehr zwischen Richard Berman und Philip Morris, der auf einer Website von Philip Morris dokumentiert wird. Aus den einzelnen Dokumenten gehen Geldtransfers in einer Gesamth├Âhe von knapp 3 Millionen Dollar hervor. Bereits kleine Ausz├╝ge, die als Beispiele hierf├╝r gelten, verdeutlichen die Situation enorm: http://www.pmdocs.com/PDF/2072395949_0.PDF , http://www.pmdocs.com/PDF/2072395962_0.PDF , http://www.pmdocs.com/PDF/2072395963_0.PDF .

Das Vorgehen von Richard Berman ist bekannt: Er versucht seine „Gegner“ in Verruf f├╝r dessen Anh├Ąnger zu bringen, indem er Fakten gespielt so umschreibt, dass sie die M├Âglichkeit ergeben, sich gegen Bermans Antagonisten zu richten.
Anders kann man den Satz „Our offensive strategy is to shoot the messenger“ („Unsere offensive Strategie ist es, den Boten einer Nachricht zu erschie├čen“) auch gar nicht verstehen, ebenso wenig wie „We’ve got to attack activists‘ credibility as spokespersons“ („Wir m├╝ssen die Glaubhaftigkeit von Aktivisten als (Presse-)Sprecher angreifen“), die er gegen├╝ber dem Chain Leader Magazine ├Ąu├čerte.

Abseits von den haltlosen Anschuldigungen von der CCF gegen├╝ber PETA gestalten sich die Zahlen in einer anderen Weise als vorgetragen. Nehmen wir als Beispiel die „Ermordung von zahlreichen Tieren“. F├╝r das Verst├Ąndnis ben├Âtigt man ein gewisses Hintergrundwissen ├╝ber die Situation in Amerika. Zur Zeit werden in den Tierheimen der USA j├Ąhrlich ungef├Ąhr 8 Millionen (!) Tiere aufgenommen, von denen ungef├Ąhr 4 Millionen Tiere pro Jahr (!) eingeschl├Ąfert werden m├╝ssen. Dies geschieht meist auf eine grausame und schmerzhafte Art und Weise wie Erschie├čen, Vergasen oder der Injektion von Neurotoxinen, das zur L├Ąhmung aller Gliedma├čen sowie der starken Vergr├Â├čerung der inneren Organe f├╝hrt, bis das Tier erstickt ist. PETA selbst hat es sich zur Aufgabe gemacht, einem kleinen Teil dieser in den Tierheimen lebenden Tiere diesen grausamen Tod zu ersparen, indem sie den Tieren eine von medizinisch ausgebildetem Fachpersonal schmerzlose Injektion mit Natrium-Pentobarbita spendieren, durch die sie sofort, stressfrei und ohne Qualen einschlafen. (Fachliche Details zu diesem Vorgang k├Ânnen hier eingesehen werden: http://www.peta.org/mc/factsheet_display.asp?ID=39+) (Der vorherige Link ist z. Zt. nicht erreichbar. Als Ersatz dient der deutsche Link, der meines Erachtens aber das angewandte Verfahren nicht pr├Ązise genug darstellt. http://www.peta.de/web/euthanasie_die.1429.html )

Hier w├Ąre nat├╝rlich der sch├Ânere Weg, dass die Tiere erst gar nicht in die Situation kommen, get├Âtet werden zu m├╝ssen. Erste Projekte, wie die Animal Birth Control (http://www.peta.org/feat-abc_campaign.asp), die die Situation deutlich verbessern, hat PETA bereits gestartet.
Einen Artikel dazu (der ehrlich gesagt aber eher amerikanische B├╝rger ansprechen soll) findet man hier, der die Bem├╝hungen der PETA-Mitarbeiter ganz gut beschreibt – http://www.peta.de/web/usatiertoetung.2167.html .

Mein Fazit:
Ich finde es schade, dass es Menschen und Organisationen gibt, die andere Menschen daran hindern wollen, Gutes zu tun und dessen Lebenswerk zu vernichten, um lediglich Profit daraus zu schlagen. Obendrein, Herr Berman, glaube ich nicht, dass eine Sterilisation bei einem Menschen die Entscheidungskraft so beeinflusst, dass dieser dadurch weniger Menschlichkeit besitzt. Ansonsten h├Ątte Deutschland mit seinen insgesamt ca. 2 Millionen „M├Ârdern“ vermutlich ein sehr gro├čes Problem (http://www.gesundheitsseiten24.de/sexualitaet-aktuell/verhuetung/sterilisation.html).

Quellen:

http://www.consumerfreedom.com/
http://www.bermanco.com/
http://www.pmdocs.com/

http://www.consumerdeception.com/index.asp
http://www.cdc.gov/ncidod/eid/vol5no5/mead.htm
http://www.bermanexposed.org/
http://www.prospect.org/cs/articles?articleId=8984

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Zu den Vorw├╝rfen gegen├╝ber PETA habe ich ebenfalls die deutsche Niederlassung von PETA befragt und diese offizielle Stellungnahme erhalten:

Lieber Herr Erdmann,

vielen Dank, dass Sie PETA Deutschland e.V. bez├╝glich des Center for Consumer Freedom (CCF) (Zentrum f├╝r Konsumfreiheit) und seiner k├╝rzlich ausgesprochenen Angriffe auf PETA USA kontaktiert haben. Wir danken Ihnen f├╝r Ihre Unterst├╝tzung.

CCF und ├Ąhnliche Gruppen basieren auf der Arbeit von Menschen, die sich gegen die Durchsetzung von Tierrechten stellen, da sie aus der Ausbeutung von Tieren Profit schlagen. Sie f├╝hlen sich bedroht von unseren Versuchen, Menschen ├╝ber grausame Praktiken, wie die Massentierhaltung, die Pelzgewinnung und andere grausame Formen der Tierqu├Ąlerei, aufzukl├Ąren. Um uns in Verruf zu bringen, ver├Âffentlichen diese Gruppen voreingenommene und falsche Informationen auf ihren Websites, darunter Zitate, die entweder schlichtweg falsch oder vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen und irref├╝hrend sind oder anderweitig falsche Aussagen. Diese Gruppierungen behaupten au├čerdem, dass Tierrechtler zwielichtige Eigenabsichten vertreten – uns war allerdings nie klar, was so zwielichtig an Mitgef├╝hl sein soll. Um mehr ├╝ber CCF zu erfahren, besuchen Sie bitte die englischsprachigen Homepages:

http://www.ConsumerDeception.com

http://www.prospect.org/web/page.ww?section=root&name=ViewWeb&articleId=8984

http://www.nytimes.com/2010/06/18/us/politics/18berman.html

oder die deutschsprachige Homepage:

http://de.wikipedia.org/wiki/Center_for_Consumer_Freedom.

Um zu erfahren, was PETA Deutschland e.V. durch die Unterst├╝tzung unserer Mitglieder schon alles erreicht hat, klicken Sie hier http://www.peta.de/berpeta/erfolge.34.html. Wenn Sie erfahren m├Âchten, wie Sie uns in unserem Kampf unterst├╝tzen k├Ânnen, schauen Sie hier http://www.peta.de/kampagnen/aktivisten_netzwerk.15.html.

Zu den Vorw├╝rfen, dass PETA USA Tiere t├Âten, w├╝rden wir gerne in Form des beigef├╝gten Faktenblattes, Stellung nehmen. Begleitende Informationen erhalten Sie auf der Homepage von PETA USA unter: http://blog.peta.org/archives/2009/03/why_we_euthaniz.php.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit den Informationen weiter helfen konnten und Ihre Bedenken bez├╝glich der Vorw├╝rfe mit diesem Schreiben beseitigt sind. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, so k├Ânnen Sie sich gerne jederzeit wieder an uns wenden.

Mit herzlichen Gr├╝├čen aus Gerlingen

PETA Deutschland e.V.
neu: Benzstr. 1
Fon +49 07156 17828-22
D-70839 Gerlingen   Fax +49 07156 17828-10
www.PETA.de
JenniferK@PETA.de

Eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Hamburg, VR 13927

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